Konzept
Ausgangspunkt des Entwurfs ist die Idee, durch die Wiederholung eines einzigen Moduls einen eigenständigen Raum zu schaffen, der auf seinen Standort und die darin stattfindenden Aktivitäten reagiert.
Die modulare Bar ist als begehbare Rauminstallation und dreidimensionales Lichtinstrument konzipiert. Ihre geometrische Struktur erzeugt eine beinahe sakral anmutende Raumfigur, die einen bewussten Bezug zu zeitgenössischen Ritualen des Feierns und gemeinschaftlichen Erlebens herstellt.
Durch das Zusammenspiel von Raum, Licht und Musik entsteht eine dynamische Architektur, deren Wahrnehmung sich durch wechselnde Lichtstimmungen kontinuierlich verändert.
Modulsystem und Konstruktion
Das konstruktive Grundelement bildet ein Würfel mit den Abmessungen 40 × 40 × 40 cm. Jedes Modul besteht aus fünf miteinander verleimten und verschraubten Holzplatten sowie einer lichtdurchlässigen, schwer entflammbaren textilen Bespannung.
Die Kombination aus Schichtholz, MDF und transluzentem Stoff ermöglicht eine einfache, wiederholbare Konstruktion mit unterschiedlichen Licht- und Oberflächenqualitäten.
Die einzelnen Module können zu größeren räumlichen Strukturen zusammengesetzt werden. Schraub- und Kabelbinderverbindungen ermöglichen einen einfachen Auf- und Abbau und machen das System für temporäre Nutzungen geeignet.
Lichtgestaltung und Interaktion
In den einzelnen Modulen befinden sich LED-Leuchten, die separat angesteuert werden können. Über eine digitale Schnittstelle im DJ-Bereich lassen sich unterschiedliche Lichtstimmungen, Farbwechsel und rhythmische Sequenzen erzeugen.
Zusätzliche Projektionen überlagern die textile Oberfläche mit bewegten Bildern und grafischen Mustern. Die lichtdurchlässige Bespannung verbindet dabei die innere LED-Beleuchtung mit den von außen projizierten Inhalten.
Die modulare Bar wird so zu einem räumlichen Instrument, das auf Musik und visuelle Impulse reagiert und die Grenzen zwischen Architektur, Lichtobjekt und temporärer Installation auflöst.