Konzept
Der Entwurf sieht die umfassende Umgestaltung und Erweiterung eines bestehenden Einfamilienhauses in Hanglage vor. Der Geländeversprung von rund einer Geschosshöhe ermöglicht eine differenzierte Erschließung der bestehenden Ebenen und bildet die Grundlage für eine neue räumliche Organisation.
Durch die funktionale Neuorganisation von Unter- und Erdgeschoss, die Verlegung des Haupteingangs sowie den Abbruch des bestehenden Satteldachs und die anschließende Holzaufstockung entsteht ein zeitgemäßes Wohnhaus mit klar gegliederten Nutzungsbereichen und vielfältigen Bezügen zum Garten.
Raumorganisation
Das Untergeschoss wird neu strukturiert und nimmt neben Technik- und Hauswirtschaftsraum eine kleine Werkstatt auf. Ein großflächiges Garagentor ermöglicht die vollständige Öffnung der Werkstatt zum Garten. An der natürlich belichteten Hangseite entsteht ein zusätzlicher Schlafbereich mit eigener Garderobe und Bad.
Ein separater Garteneingang mit Garderobe und zentralem Stiegenhaus verbindet das Untergeschoss unmittelbar mit den darüberliegenden Wohnebenen.
Auch das Erdgeschoss wird funktional neu organisiert. Der neue Haupteingang wird über den Garten erschlossen und führt in einen zentral gelegenen Vorraum mit Garderobe, von dem aus sämtliche Wohnbereiche zugänglich sind.
Die Küche bildet das räumliche und funktionale Zentrum des Hauses. Sie verbindet den offenen Wohn- und Essbereich mit der großzügigen Terrasse und einer Außenküche. Fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenraum schaffen einen zusammenhängenden Wohnbereich.
An der Nordwestseite erstreckt sich über die gesamte Gebäudebreite der private Elternbereich mit Schlafzimmer, begehbarer Garderobe, Bad und separatem WC.
Holzaufstockung und Freiraum
Das bestehende Satteldach wird vollständig abgetragen und durch ein zusätzliches Obergeschoss in Holzbauweise ersetzt. Der neue Baukörper ist gegenüber dem Bestand um 90° gedreht. Diese bewusste geometrische Verschiebung verbessert die Orientierung der Kinderzimmer und schafft gleichzeitig einen großzügigen, überdachten Terrassenbereich auf der darunterliegenden Ebene.
Die Aufstockung wird über das zentrale Stiegenhaus erschlossen und setzt sich als eigenständiges architektonisches Volumen vom Bestandsgebäude ab.
Das Zusammenspiel von bestehender Bausubstanz, neu organisierter Erschließung und zeitgemäßer Holzarchitektur prägt die Transformation des Wohnhauses.