• isimetric - constrction scheme
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  • isimetric - pyramidal sculpture 03

Cubic Typo

Die Arbeit untersucht Wahrnehmung, Perspektive und Lesbarkeit im Raum. Buchstaben erscheinen nur aus einem exakt definierten Standpunkt – aus allen anderen Blickwinkeln wirken sie wie abstrakte geometrische Körper. Damit knüpft die Installation an das filmische Prinzip des „Point-of-View-Shots“ an: Der Betrachter sieht durch eine subjektive Kamera und wird aktiv in das Werk hineingezogen.

Im Sinne von Johan Huizingas „homo ludens“ wird Typografie hier zum Spiel, das durch klare Regeln strukturiert ist und doch zur Entdeckung einlädt. Zugleich verweist das Werk auf Heideggers Gedanken zur „Lichtung“: Nur aus einer bestimmten Perspektive öffnet sich Bedeutung, während sie aus anderen Richtungen verborgen bleibt.

Grundlage ist eine in isometrischer Perspektive konstruierte Typografie, die im Kubus A–Z generiert. Der Würfel wird in 64 Segmente unterteilt, deren Anordnung Buchstaben sichtbar macht, ohne je die Begrenzung des Würfels zu überschreiten. So entsteht eine Verbindung von Spiel, Strenge und Wahrnehmungsexperiment, die Sprache als räumliche Erfahrung neu lesbar macht.