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Rauschbar & Tagada Club, Wien

Ausgangslage / Aufgabe
Der bestehende Innenraum wurde vollständig saniert und räumlich neu organisiert. Alte Einbauten und Oberflächen wurden entfernt, Wände gespachtelt und geschliffen sowie Boden-, Wand- und Deckenflächen in allen drei Bereichen und den Sanitärzonen erneuert. Ziel war es, die unterschiedlichen Nutzungen von Bar, Zwischenraum und Club klar voneinander abzusetzen und dennoch als zusammenhängende räumliche Sequenz erfahrbar zu machen.

Konzept / Entwurf
Die räumliche Abfolge gliedert sich in drei Bereiche mit jeweils eigener Farb- und Materialstimmung. Der vordere Barbereich ist hell, warm und einladend gestaltet. Der mittlere Bereich mit einer zweiten Betonbar ist bewusst reduziert und überwiegend in Grautönen gehalten. Der dahinterliegende Clubraum ist nahezu vollständig schwarz ausgeführt und bildet den atmosphärischen Abschluss der Raumfolge.

Im Clubbereich wurden modulare Sitz- und Tischelemente sowie ein neues DJ-Pult aus gelochtem schwarzem Stahlblech entwickelt. Die Ausstattung wurde mit einer neuen Soundanlage ergänzt.

Konstruktion / Technik
Die erste Bar besteht aus fünf gekanteten Stahlelementen, die zu einem durchgehenden Tresen verbunden wurden. Die Fußreling wurde aus T-Stahl gefertigt und über Konsolen direkt mit der Stahlkonstruktion verbunden. Als Tresenplatte kam Patagonia-Quarzit mit stark ausgeprägter natürlicher Zeichnung zum Einsatz.

Die Lichtelemente wurden gemeinsam mit Offf Studio entwickelt und gefertigt. Ausrangierte Neonröhren wurden zu zylindrischen Körpern zusammengesetzt und im Inneren mit LED-Leuchten ausgestattet. Die bestehenden Bauteile erhielten damit eine neue Funktion als prägende Lichtobjekte.

Material / Umsetzung
Im vorderen Bereich wurde ein heller Epoxidharzboden ausgeführt. Die Oberflächen der drei Raumzonen sowie der Sanitärbereiche wurden vollständig erneuert und entsprechend dem jeweiligen Farbkonzept abgestimmt.

Das gesamte Mobiliar wurde eigens für das Projekt entwickelt, bestellt und vor Ort gemeinsam mit Helfern montiert. Die durchgehende Sitzbank besteht aus drei Elementen mit tragender Unterkonstruktion und rückseitiger Befestigung an der Wand. Sitzflächen und Rückenbereiche wurden mit massiven Eichenplatten belegt. Auch die Hocker wurden aus gekantetem Stahl gefertigt und mit Sitzflächen aus Eiche ausgeführt.

Projektcharakter
Das Projekt verbindet Bestandsumbau, Innenarchitektur, Möbelbau und Lichtgestaltung zu einem durchgängigen Gesamtkonzept. Trotz begrenzten Budgets wurden nahezu alle wesentlichen Elemente individuell entwickelt und konstruktiv so geplant, dass sie in Einzelteilen gefertigt und direkt vor Ort montiert werden konnten.